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20.04.2010

ASJ-Bundesvorstand beschließt Antrag zum außerordentlichen Bundesparteitag der SPD

Jugendgewalt verhindern – Chancen schaffen
© Dieter Schütz/PIXELIO

Am 20. April hat der ASJ-Bundesvorstand einen Antrag an den außerordentlichen Bundesparteitag im September beschlossen. Darin stellen die Mitglieder des Bundesvorstandes die Forderungen der ASJ nach einem rationalen Umgang mit Jugendgewalt. Wer Jugendgewalt verhindern will, der muss als erstes die Ursachen kennen und den Nährboden dafür entziehen. Dabei werden keine einseitigen Schuldzuweisungen getroffen. Vielmehr muss der Zusammenhang zwischen Schule, sozialem Umfeld, Freundeskreis und systemischen Hürden begriffen werden. Wenn Kinder, vor allem Jungen, früh im Bildungssystem benachteiligt werden, weil sie auch in der Familie keine optimale Förderung erhalten, dann ist viel zu oft der weitere Weg vorgezeichnet - der nicht selten in Gewalt gegen andere endet. Aus dieser Abwärtsspirale auszubrechen, das vermögen nur wenige. Deshalb ist es notwendig, dass die SPD eine Politik verfolgt, die auf die Ursachen umfassend reagiert und die die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichhen erhöht.

 

Dazu gehören

  • beitragsfreie Kindertagesstätten mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten
  • eine ausreichende Sprachförderung für Kinder (nicht nur mit Migrationshintergrund)
  • den Ausbau der Kindertagesstätten zu Familienzentren mit Bildungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern
  • kostenfreies Mittagessen in Ganztageseinrichtungen (Kitas und Schulen)
  • die Verzahnung von Kita und Grundschule sowie flexible Eingangsstufen an den Grundschulen
  • ein Schulsystem, in dem Kinder so lange wie möglich zusammen und voneinander lernen. Wir wollen längeres gemeinsames Lernen verbinden mit besserer individueller Förderung
  • regelmäßige Informationsveranstaltungen für Eltern mit Migrationshintergrund, ggf. in der jeweiligen Landessprache
  • einen flächendeckenden Ausbau von gebundenen Ganztagsschulen mit Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung und strukturiertem Freizeitangebot
  • eine intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule
  • eine kontinuierliche Abstimmung der pädagogischen Handlungsoptionen zwischen den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, der Jugendpflege und der Schule
  • Unterstützungsmodelle nach dem Vorbild der amerikanischen SummerSchools, in denen Schülerinnen und Schüler ihre Defizite aufarbeiten können
  • Partizipationsmöglichkeiten wie kommunale Jugendparlamente.

Der ASJ-Bundesvorstand wirbt für breite Zustimmung zu diesem Antrag. Die vollständige Version können Sie hier herunterladen:

Nächster Termin

  • 24.09.2010, 17:00 Uhr -

    ASJ-Bundesausschuss

  • 25.09.2010, 11:00 Uhr -

    ASJ-Bundeskonferenz


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